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Kaulsdorf: 166 Mietwohnungen entstehen in Holzbauweise

In Berlin-Kaulsdorf entstehen 166 neue Mietwohnungen auf einem gut 14.000 Quadratmeter Baufeld. Die Besonderheit des Projekts ist der nachhaltige Ansatz, denn das Quartier soll in Holzbauweise entstehen.

In Holzbauweise: 166 neue Wohnungen entstehen in Marzahn-Hellersdorf am Münsterberger Weg, direkt am Vivantes-Klinikum Kaulsdorf.

© Visualisierungen: BUWOG

 

Im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf entsteht auf dem Areal Münsterberger Weg 91-95 ein neues Wohnquartier, welches vom Immobilienunternehmen BUWOG realisiert wird, einem Tochterunternehmen des Vonovia-Konzerns.

In Summe sollen im Zuge des Projekts 18 Reihen- und Doppelhäuser sowie sieben Mehrfamilienhäuser für Mietwohnungen entstehen. Seit Januar 2022 und noch bis voraussichtlich Ende Juni 2022 werden derzeit die Abbrucharbeiten der alten Bestandsgebäude auf dem Areal durchgeführt.

166 Mietwohnungen in Holzbauweise sollen bis 2024 entstehen

Der Hochbau soll nach aktuellem Planungsstand noch in diesem Jahr  beginnen, voraussichtlich bis 2024 wird das Neubauprojekt fertiggestellt. Die BUWOG betont den nachhaltigen Ansatz des Wohnungsbauprojekts. So soll vornehmlich mit dem Baustoff Holz gearbeitet werden.

Bei der in diesem Projekt eingesetzten Holzbauweise – das Projekt soll nach Unternehmensangaben das größte Holzbauquartier Deutschlands werden, das ein einzelner Projektentwickler aus einer Hand realisiert – soll im großen Umfang CO2 eingespart werden.

Nachhaltiges Bauen: CO2 soll in großem Maße eingespart werden

Insgesamt rund 5.200 Tonnen CO2 werden bei der Holzbauweise im Vergleich zum Bauen mit herkömmlichem Stahlbeton eingespart, wie die BUWOG vorab errechnet haben will. Die CO2-Einsparung gegenüber herkömmlicher Massivbauweise liege somit bei rund 64 Prozent.

Die Wärmegewinnung im zukünftigen Quartier soll überwiegend mit erneuerbaren Energien durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlagen erfolgen. Ein moderner Gasbrennwertkessel soll lediglich punktuell eingesetzt werden, falls Spitzenlasten und hohe Energiebedarfe entstehen.

Entsiegelung des Bodens und Schaffung grüner Freiflächen

Durch das Neubauprojekt wird laut BUWOG zudem Boden entsiegelt: Das vorher zu 100 Prozent versiegelte Grundstück soll im Zuge der Quartiersentwicklung nur mit 35 Prozent neu versiegelt werden. Dies ermöglicht, dass das Niederschlagswasser vollständig auf dem Grundstück versickern oder durch Verdunstung in den natürlichen Wasserkreislauf zurück gelangen kann und künftig keine Einleitung von Regenwasser in das öffentliche Abwassernetz mehr nötig ist.

Im Zuge der Gestaltung der Außen- und Grünanlagen werden dabei rund 620 Quadratmeter für den Bau neuer Spiel- und Erholungsflächen eingeplant. Zudem soll ein intelligentes Fahrradsystem auf dem Gelände umgesetzt werden. Dafür werden rund 457 komfortable Fahrradstellplätze gebaut, 298 Fahrradstellplätze im Außenbereich und 159 in abschließbaren Fahrradräumen, die im Untergeschoss von der Tiefgarage aus erreichbar sein werden.

Die zuvor gewerblich genutzten Gebäude, die sich auf dem Areal befinden oder befanden, werden nun sukzessive abgerissen. Das Gelände befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Vivantes-Klinikum Kaulsdorf. Im Bezirk waren die Baupläne der BUWOG zum Teil kritisch gesehen worden, da von Bezirksseite eine stärkere Beteiligung von Politik und Öffentlichkeit gewünscht wurde.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

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