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Lichtenberg: Wohnprojekt „Q218“ wird ohne Windräder fertiggestellt

Unweit des Bahnhofs Lichtenberg errichtet die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE den Wohnturm “Q218”. Das Projekt soll im Laufe des Jahres fertiggestellt werden, die geplanten Windräder auf dem Gebäudedach werden vorerst aber nicht installiert.

So soll das Wohnhaus nach Abschluss der Bauarbeiten letztlich einma laussehen. Die geplanten Windräder auf dem Dach des Gebäudes werden vorerst nicht realisiert.

© Visualisierung: HOWOGE

 

Das Projekt “Q218” ist eines von mehreren Wohnungsbauprojekten des landeseigenen Unternehmens HOWOGE, die derzeit in Lichtenberg umgesetzt werden. So errichtet das Unternehmen beispielsweise 169 Mietwohnungen beim Bauprojekt „An der Mole“ direkt an der Rummelsburger Bucht.

Das Wohnprojekt, welches an der Lichtenberger Brücke realisiert wird, ist deutlich umfangreicher: 394 Mietwohnungen sollen in dem mittlerweile 64 Meter hohen Gebäude entstehen. Die Wohnungen werden über ein bis vier Zimmer enthalten, wobei der Fokus nach eigener Aussage der HOWOGE der hohen Nachfrage entsprechend auf kleinen Wohnungen liegt.

50 Prozent der Wohnungen werden als geförderter Wohnraum vermietet

Rund 50 Prozent der Wohnungen werden als geförderter Wohnraum zu Einstiegsmieten ab 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten. Auf dem 4.600 Quadratmeter großen Grundstück entstehen damit insgesamt 22.000 Quadratmeter Wohnfläche. Darüber hinaus sind 2.800 Quadratmeter für Gewerbeflächen vorgesehen.

Das durch das Land Berlin geförderte Wohnungsbauprojekt soll im Bezirk Lichtenberg ein weiterer Schritt auf dem Weg zu mehr bezahlbarem Wohnungsraum sein. Infrastrukturell ist das Wohnprojekt hervorragend angeschlossen. Am Bahnhof Lichtenberg bündeln sich neben der U-Bahnlinie 5 mehrere S-Bahn- und Tramlinien sowie verschiedene Regionalverkehrsverbindungen.

Windräder auf dem Dach: Bauamt Lichtenberg erteilt keine Genehmigung

Das 22-geschossige Wohnhaus liegt damit allerdings nicht in der ruhigsten Gegend des Bezirks. Auch die achtspurige Straßenbrücke, die direkt am Wohnturm entlangführt und die Trasse der B1/B5 beherbergt, sollten zukünftige Mieterinnen und Mieter berücksichtigen.

Die HOWOGE hatte ursprünglich auch geplant, auf dem Dach des Gebäudes vier Windräder zu errichten. Das Bauamt Lichtenberg jedoch stellte sich gegen diese Pläne. Verschattung und Lärm auf dem Haus würden für Probleme sorgen, heißt es aus der Verwaltung.

Energiebedarf könnte teilweise über Sonnen- und Windkraft gedeckt werden

Der ökologische Ansatz der HOWOGE klingt dabei eigentlich sinnvoll: Neben einer Photovoltaik-Anlage würden die vier sogenannten „Kleinwindenergieanlagen“ zur Unterstützung der Stromversorgung des Gebäudes genutzt werden. Für die Anlage ist ein mittlerer Jahresenergieertrag von rund 120.000 Kilowattstunden eingeplant – 80 bis 100 Wohneinheiten könnten mit dem Strom vom Dach also ganzjährig versorgt werden.

Gegen die Bedenken im Lichtenberger Bauamt möchte die HOWOGE aber noch argumentativ vorgehen und lässt dazu mitteilen: „Wir werden hier noch Überzeugungsarbeit leisten müssen, aber wir geben nicht auf.“ Das Projekt soll – mit oder ohne Windräder – bis zum Sommer 2022 abgeschlossen werden.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

Bahnhof Lichtenberg: Das Wohnprojekt „Q218“ entsteht in unmittelbarer Nähe an der Lichtenberger Brücke.

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