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„Van-Caem-Park“: Gewerbeprojekt entsteht an der Frankfurter Allee

An der Frankfurter Allee in Berlin-Lichtenberg soll ein Bürohausensemble mit rund 110.000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen. Das Projekt wird unter dem Namen „Van-Caem-Park“ entwickelt und soll bestehende, historische Industriekultur mit neuen Gebäuden verbinden.

Vision für eine gewerbliche Nutzung: An der Frankfurter Allee in Berlin-Lichtenberg soll das Gewerbeprojekt „Van-Caem-Park“ nach einem Entwurf von Marc Kocher Architekten entstehen.

© Visualisierungen: Marc Kocher Architekten
© Foto: Celine Hellriegel

 

Auf einem bislang ungenutzten Areal an der Frankfurter Allee in Berlin-Lichtenberg plant das niederländische Unternehmen Harry van Caem ein Gewerbeprojekt, welches auf einem rund 39.000 Quadratmeter großen Grundstück errichtet werden soll.

Entstehen sollen mehrgeschossige Bürogebäude, in denen zukünftig Platz für rund 3.600 Arbeitsplätze sein soll. Bislang stellt sich das Gelände unweit des Bahnhofs Lichtenberg, gelegen an der Buchberger Straße, als unansehnliche Brachfläche dar, auf dem sich heute nicht mehr befindet als Müll und wucherndes Unkraut.

Das heutige Areal ist eine verwitterte Brachfläche

Das neu entstehende Areal wird nach Plänen des Büros Marc Kocher Architekten entstehen und soll durch eine vielfältige und lebendige Bebauungsstruktur überzeugen. Tatsächlich kann eine Neukonzeption des Areals für den umgrenzenden Stadtraum nur als Gewinn gewertet werden.

Ursprünglich firmierte das Projekt unter einem anderen Namen: „Coppi-Park“, in Anlehnung an die nahe gelegene Coppistraße. Doch nachdem sich ein Enkel von Hilde und Hans Coppi – zwei Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus, nach der die Coppistraße benannt ist – beim Investor beschwert hatte, gab er dem Projekt einen neuen Namen: „Van-Caem-Park“.

Geplant wird das Projekt bereits seit 2018

Die Bebauungspläne für das Areal gibt es bereits seit 2018, nun soll es mit dem Bau des Gewerbeprojekts endlich losgehen. Insgesamt 36 Monate Bauzeit sehen die Investoren für das Projekt vor, rund 500 Millionen Euro werden in das großflächige Gewerbeprojekt investiert.

In sechs- bis siebengeschossigen Gebäuden sollen insgesamt 110.000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen. Auf dem dynamischen Berliner Immobilienmarkt für Gewerbeflächen wird nach Fertigstellung des Projekts also ein ganz neuer Player aufschlagen.

110.000 Quadratmeter Nutzfläche sollen entstehen

Das Gesamtensemble umfasst sieben eigenständige Gebäude. Die neu entstehenden Häuser sollen in ihrer Ausgestaltung an klassische, europäische Industriearchitektur des 19. und 20. Jahrhunderts erinnern. Der stillgelegte Hochkamin aus Backstein wird in das zukünftige Areal als stilprägendes Element integriert. Optisch wird er den zukünftigen Campus entscheidend prägen.

Die Neubauten sollen zu den benachbarten Wohngebäuden einen Lärmriegel in Richtung Rockhaus und Bahnhof Lichtenberg bilden. 500 Auto-Parkplätze, Ladesäulen für E-Autos und 800 Fahrradstellplätze sind geplant, der Großteil der zukünftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer soll aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, da der Standort mit dem Bahnhof Lichtenberg optimal angeschlossen ist.

Gebäude werden um einen zentralen Hauptplatz herum gruppiert

Eine öffentliche Kantine, die im Gebäudeensemble entsteht, soll auch für Beschäftigte aus dem benachbarten Gewerbe- oder Wohngebiet nutzbar sein. Die geplanten Bürogebäude sollen durch Brücken miteinander verbunden werden.

Das Herzstück des Ensembles soll der Hauptplatz bilden, um den herum sich die neu entstehenden Gebäude gruppieren werden. Dem Bezirk Lichtenberg steht mit der Umsetzung des „Van-Caem-Parks“ ein vor allem architektonisch spannendes Bauprojekt bevor.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

Noch eine Brache: Auf diesem Areal an der Frankfurter Alle in Berlin-Lichtenberg soll in den kommenden Jahren das Gewerbe-Areal „Van-Caem-Park“ entstehen.

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