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Moabit: M10-Verlängerung bis zur Turmstraße – Schienenbau läuft

Bis 2023 soll die Tramlinie M10 bis zum U-Bahnhof Turmstraße in Moabit verlängert werden. Seit 2015 endet die Linie am Berliner Hauptbahnhof. Die Gleisbauarbeiten für das Projekt laufen bereits auf Hochtouren.

Hier wird bald eine Straßenbahn fahren: Auf der Straße Alt-Moabit laufen umfangreiche Vorbereitungen für den Einbau der neuen Tramgleise.

 

Während in der Hauptstadt in den vergangenen Tagen hauptsächlich über den vom Bund gewollten aber vom Land Berlin abgelehnten Weiterbau der Bundesautobahn A100 bis zur Storkower Straße debattiert wurde, sind andere Infrastrukturprojekte längst in der Umsetzung.

Eines der wichtigsten Projekte des öffentlichen Nahverkehrs ist die Anbindung des Hauptbahnhofs an den nördlichen S-Bahnring. Dieser soll durch den Bau der neuen Linie S21 erfolgen. Der Abschluss des Projekts war eigentlich für Ende 2022 vorgesehen. Anfang März gab die Deutsche Bahn jedoch bekannt, dass sich das Projekt Corona-bedingt bis ins kommende Jahr verzögern wird.

Der Bau der Verlängerung der M10 zur Turmstraße liegt bislang im Zeitplan

Deutlich weniger problematisch verläuft derzeit der Bau der Tramstrecke M10, die vom Hauptbahnhof bis zum U-Bahnhof Turmstraße verlängert werden soll. Die Gleisbauarbeiten für das Projekt laufen bereits auf Hochtouren – und dürften den ein oder anderen Autofahrer zur Verzweiflung bringen.

Denn zwischen dem Hauptbahnhof an der Invalidenstraße und dem Gebäude der JVA in Alt-Moabit sind weite Teile des Straßenbelags aufgerissen. Der Großteil dieser Straßen ist derzeit nur für Fußgänger und Radfahrende nutzbar. Auch auf der Rathenower Straße, die zur neuen Streckenführung der M10 gehören wird, sind bereits erste Gleise verlegt worden.

Arbeiten am zukünftigen Gleisbett, gesperrte Strassen für Autofahrer

Auf der Invalidenstraße am Hauptbahnhof sind ebenfalls bereits großflächig Gleisanlagen im Boden verankert worden. Die Straße Alt-Moabit ist bereits komplett geöffnet, hier soll der Einbau der Gleise in den kommenden Wochen erfolgen. Auf der Baustelle herrscht jedenfalls emsiges Treiben, denn bereits im kommenden Jahr soll das Projekt abgeschlossen werden und die erste Tram bis zur neuen Endhaltestelle in der Turmstraße rollen.

Das Projekt wurde im August 2021 gestartet und befindet sich nach BVG-Angaben derzeit im Zeitplan. Seit Dezember 2021 werden die Gleise verlegt. Die Verlängerung der Strecke vom Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Turmstraße wird rund zwei Kilometer lang sein und insgesamt 33 Millionen Euro kosten.

33 Millionen Euro kostet die 2,2 Kilometer lange Strecke

Haltestellen werden am Lesser-Ury-Weg, in Alt Moabit/Rathenower Straße, am Kriminalgericht Moabit, in der Lübecker Straße sowie am  U-Bahnhof Turmstraße entstehen. Später soll die Strecke zum Bahnhof Jungfernheide verlängert werden. Eine eigene Trasse bekommt die M10 allerdings nur auf einigen Teilstücken der Strecke. Auf mehreren Abschnitten muss sie sich den Platz mit dem Autoverkehr teilen.

Auf ihrem Weg vom Hauptbahnhof zur Turmstraße wird die M10 zukünftig zwei 90-Grad-Kurven durchfahren, da die gewählte Trasse durch Rathenower und Turmstraße als optimale Route bewertet wurde (im Vergleich zur direkten Streckenführung über die Straße Alt-Moabit).

Die BVG präsentiert das Vorhaben in einem ausführlichen Projektvideo: 

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Der Gleisbau läuft: An der Straßenkreuzung Invalidenstraße/Alt-Moabit gibt es derzeit umfangreiche Sperrungen für den Autoverkehr.

So soll die neue Strecke der M10 ab dem kommenden Jahr aussehen. Hier ist eine Visualisierung der Haltestelle am Kriminalgericht Moabit zu sehen. / © Visualisierung: Vössing Ingenieur GmbH/BVG

So wird der Streckenverlauf der M10-Verlängerung vom Hauptbahnhof bis zur Turmstraße aussehen. Quelle: BVG

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