-->
entwicklungsstadt berlin

Jede Zeit baut ihre Stadt.

Schönhauser Allee: So sollen die neuen Fahrradwege aussehen

Im Herbst 2022 beginnt auf der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg der Bau der neuen Fahrradwege. Nun wurde erstmals visualisiert, wie die neuen, geschützten Radwege aussehen sollen.

Bis zu 10.000 Radfahrende durchkreuzen die Schönhauser Allee täglich. Nun sollen neue, geschützte Radwege entstehen.

© Visualisierungen: infraVelo / xoio GmbH

 

Bereits im Dezember 2021 berichteten wir über die schleppende Umsetzung der neuen, geschützten Fahrradwege auf der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg. Nun soll es aber tatsächlich in die Umsetzung des lange geplanten Infrastrukturprojekts gehen.

Das für das Projekt verantwortliche Unternehmen infraVelo veröffentlichte kürzlich Visualisierungen der neuen Radwege, wie sie ab Herbst 2022 umgesetzt werden sollen (siehe Titelbild).

Schönhauser Allee: Bis zu 10.000 Radfahrende täglich

Eine Modernisierung der Radwege auf der Schönhauser Allee scheint dringend notwendig, immerhin durchqueren täglich bis zu 10.000 Radfahrende die Einkaufs- und Geschäftsstraße im Herzen des Pankower Stadtteils Prenzlauer Berg.

Von den neuen Fahrradwegen sollen vor allem Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, aber auch die Fußgänger auf der Straße profitieren. Die neuen Fahrradwege sollen breiter werden als die bisherigen Radwege und vor allem durch Betonborde vom Autoverkehr getrennt werden, um die Sicherheit für die Fahrradfahrer zu erhöhen.

Auch für die Fußgänger soll es zukünftig mehr Platz geben

Auch für die Fußgängerinnen und Fußgänger soll es zukünftig mehr Platz geben, denn der Gehweg vergrößert sich um den Bereich des bisherigen Radwegs. So sollen neue Möglichkeiten zum Sitzen und Spazieren geschaffen werden. Zusätzliche Fahrradbügel sollen darüber hinaus sichere Abstellmöglichkeiten bieten.

Der Autoverkehr jedoch wird eine der bisherigen drei Fahrspuren, die auf jeder Seite der Schönhauser Allee zur Verfügung stehen, verlieren, um die Umsetzung des Projekts möglich zu machen.

Der Autoverkehr verliert jeweils eine Spur auf beiden Seiten der Schönhauser Allee

Das Projekt folgt damit einem bezirksübergreifenden Trend, der sich zuletzt beispielsweise bei der geplanten Umgestaltung der Kantstraße in Charlottenburg gezeigt hat: Der Kfz-Verkehr muss weichen, um Flächen für Radwege und Fußgänger zu schaffen.

In der Schönhauser Allee bedeutet das, dass die verbleibenden zwei Fahrstreifen für den fließendem Kfz-Verkehr, von denen einer auch von der Tram genutzt wird, vorgesehen sind. Wegfallen sollen vor allem Parkplätze auf beiden Seiten der Schönhauser Allee. Für den Lieferverkehr aber sollen mehrere Ladezonen eingerichtet werden.

Im Herbst 2022 sollen die Bauarbeiten beginnen

Die Umgestaltung betrifft zunächst den Abschnitt zwischen den Kreuzungen Eberswalder Straße/Danziger Straße und Gleimstraße/Stargarder Straße und setzt den Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Pankow und die Vorgaben des Berliner Mobilitätsgesetzes um.

Weitere Abschnitte sollen folgen, sobald dieser erste Teilabschnitte im ersten Quartal 2023 abgeschlossen wurde – so der aktuelle Plan. Die Planung der Radverkehrsmaßnahme erfolgt wie bereits oben erwähnt durch das Unternehmen infraVelo, in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Pankow. Finanziert wird das Projekt von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

Weitere Projekte in Pankow findet Ihr hier

 

Weitere Artikel zu ähnlichen Projekten findet Ihr hier:

Neues Mobilitätskonzept für die Kantstraße: Parkplätze fallen weg

Hermannstraße und Weserstraße: Zwei Fahrradprojekte in Neukölln

Zentraler Fahrradschnellweg: 38 Kilometer von Ost nach West

Umsetzung der Fahrradschnellwege: Langer Atem ist gefragt

Verkehrswende auf zwei Rädern: 10 Fahrradprojekte in Berlin

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

© 2022 entwicklungsstadt berlin

Thema von Anders Norén