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Umbau des „Boulevard Berlin“: Büros und Apartments entstehen

Das Einkaufszentrum „Boulevard Berlin“ im Südwesten Berlins ist verkauft worden. Im Rahmen eines großflächigen Umbaus sollen in dem von Leerstand geplagten Center neue Büroflächen und Serviced Apartments entstehen. Auch das „Forum Steglitz“ wird derzeit umgebaut.

Büros statt Einzelhandel: So könnte der Umbau des „Boulevard Berlin“ aussehen. Neben Büros sollen auch Apartments entstehen.

 

Der bisherige Eigentümer des Einkaufszentrums „Boulevard Berlin“, welches sich an der Schloßstraße im Berliner Stadtteil Steglitz befindet, hat die Immobilie veräußert. Laut dem Informationsportal Thomas Daily sollen die neuen Eigentümer drei Unternehmen sein: Die York Capital Management aus New York, die Dunman Capital Partners GmbH aus Frankfurt am Main sowie das Unternehmen Castlelake aus Minneapolis.

Das Gespann hat offenbar große Pläne mit dem bisherigen Shopping-Center, welches vor nicht einmal zehn Jahren eröffnet wurde, aber stärker als andere Einkaufszentren – bereits vor der Corona-Krise – unter Leerstand litt. Das liegt auch an der Größe der Immobilie, die mit 76.000 Quadratmetern zu den größten Shopping-Malls der Stadt gehört.

Büroflächen und Serviced Apartments sollen entstehen

Ein offizielles Statement zum Deal gibt es bislang nicht. Bislang wurde lediglich bekannt, dass das bestehende Center umgebaut werden soll, um darin zukünftig Büros und „Serviced Apartments“ unterzubringen. Ob das gesamte Center neu konzipiert oder nur ein Teil umgebaut werden soll, ist ebenfalls noch nicht bekannt.

Was in Expertenkreisen bereits seit längerem diskutiert worden war, scheint beim „Boulevard Berlin“ nun tatsächlich einzutreten: Die Umwandlung eines als Shopping-Center konzipierten Gebäudetyps in eine zumindest teilweise neue Nutzung. Dies hat damit zu tun, dass der Bedarf an Einkaufszentren in Berlin längst als gedeckt gilt und das „Boulevard Berlin“ an seinem bestehenden Standort mit starken Konkurrenten um Kunden kämpfen muss.

Schlossstraße: Vier große Shopping-Malls kämpfen um Kunden

Nicht weniger als vier große Shopping Malls – Das „Schloßstraßen Center“, das „Forum Steglitz“, „Das Schloss“ und eben das „Boulevard Berlin“ – befinden sich auf vergleichsweise engem Terrain, direkt an der vielfrequentierten Einkaufsmeile Schloßstraße an der Grenze zwischen Schöneberg und Steglitz. Hinzu kommen zahlreiche weitere, kleinere und größere Händler, die ihre Verkaufsflächen im direkten Umfeld der großen Malls haben.

Das „Boulevard Berlin“ war vor knapp zehn Jahren als letzte, aber größte der vier großen Malls gebaut worden. Schon damals gab es Zweifel an der Wirtschaftlichkeit eines so groß dimensionierten Einzelhandelsprojektes an diesem Standort. Es ist eines von insgesamt 70 Einkaufszentren im gesamten Berliner Stadtgebiet.

Ein aufwendiger Umbau des Centers wird erwartet

Der vergleichsweise niedrige Kaufpreis, der bei 250 Millionen Euro liegen soll, hängt offenkundig mit den hohen Baukosten zusammen, die die neuen Eigentümergesellschaften in den geplanten Umbau investieren müssen. Denn dieser wird sehr aufwendig werden. Ein Novum ist der reine Umbau eines Einkaufszentrums in Berlin hingegen nicht.

Denn in direkter Nachbarschaft zum „Boulevard Berlin“ wird derzeit auch das bereits erwähnte „Forum Steglitz“ umgebaut. Auch hier sollen im zweiten und dritten Obergeschoss Büroflächen entstehen und somit einstige Einzelhandelsflächen umgewandelt werden.

Umbau der Potsdamer Platz Arkaden kurz vor dem Abschluss

Auch am Potsdamer Platz werden derzeit die bekannten Potsdamer Platz Arkaden umgebaut. Das über 20 Jahre alte Einkaufszentrum wird derzeit modernisiert und erhält eine vollkommen neue Flächenaufteilung.

Im Gegensatz zum „Boulevard Berlin“ und dem „Forum Steglitz“ wird das Gebäude aber auch nach dem Umbau weiterhin als reines Einkaufszentrum – mit integriertem Gastronomie-Angebot – funktionieren. Die Bauarbeiten sollen bereits kurz vor dem Abschluss stehen.

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