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Vivantes baut den Standort Auguste-Viktoria-Klinikum massiv aus

Der landeseigene Klinik-Konzern Vivantes baut das Auguste-Viktoria-Klinikum massiv aus. Viele Abteilungen des nahegelegenen Wenckebach-Krankenhauses werden in die neu entstehenden Bereiche im „AVK“ umziehen.  

 

Mit dem Auguste-Viktoria-Klinikum (auch „AVK“ genannt) und dem Wenckebach-Krankenhaus betreibt der landeseigene Klinik-Konzern Vivantes zwei große Klinik-Standorte, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg liegen.

Das Auguste-Viktoria-Klinikum ist am Grazer Damm in Schöneberg angesiedelt, das Wenckebach-Klinikum an der Albrechtstraße in Alt-Tempelhof. Vivantes plant nun eine bauliche Erweiterung des Auguste-Viktoria-Klinikums und die schrittweise Verlegung des Klinikbetriebs aus dem Standort Wenckebach-Klinikum.

Das „AVK“ wird seit 2019 baulich erweitert

Der Grundstein für das Bauprojekt auf dem „AVK“-Gelände wurde bereits im Jahr 2019 gelegt. In einem neuen, fünfgeschossigen Gebäude direkt am Grazer Damm soll nach der Fertigstellung des ersten von zwei Bauabschnitten Platz für rund 149 Pflege- und 46 Intensivbetten sein. Zwölf neue Operationssäle mit Tageslichtbezug sollen zudem entstehen.

Im vergangenen Jahr zog die Klinik für Innere Medizin, darunter der Bereich der Gastroenterologie, bereits um. Das Umzugsprojekt ist insgesamt langfristig angelegt. Laut einem Stufenplan sollen die somatischen Stationen bis zum Jahr 2025 nach und nach umziehen. Grund für die Zentralisierung auf dem „AVK“-Campus ist, dass dort mehr Fachdisziplinen untergebracht sind als am Standort Wenckebach, was die Versorgung der Patienten zukünftig erleichtern soll.

Beide Standorte sollen neu strukturiert werden

Die beiden Krankenhausstandorte stehen dabei in keiner Weise in Konkurrenz zueinander. Schon seit Jahren ist die Zusammenarbeit der beiden Krankenhäuser sehr eng, zumal sie beide Teil des Vivantes-Konzerns sind. Beide Krankenhäuser sollen im Zuge der Umstrukturierung vollkommen neu ausgerichtet werden.

Schon jetzt wird an der Vorbereitung weiterer fünf Bauabschnitte gearbeitet, so dass bis zum Ende dieses Jahrzehnts alle stationären Betten des Wenckebach-Klinikums in das Auguste-Viktoria-Klinikum überführt werden können.

Wenckebach-Klinikum soll zu einem Gesundheitscampus entwickelt werden

Das Wenckebach- Klinikum selbst muss baulich ebenfalls verändert werden. Die denkmalgeschützten Bestandsbauten in Pavillonbauweise auf dem ehemaligen Kasernengelände sind zum Teil mehr als 100 Jahre alt und daher dringend sanierungsbedürftig.

Ein Umbau zu einem modernen Klinik-Standort ist laut Vivantes allerdings dort nicht möglich. Selbst bei einer Sanierung können die heute geltenden gesetzlichen, technischen und baulichen Voraussetzungen nicht erfüllt werden.

Das Gelände soll daher zu einem Gesundheitscampus umgebaut werden, auf dem sich Patienten in Zukunft ambulant behandeln lassen können. Auch Forschungseinrichtungen und Start-Ups sollen auf dem Gelände angesiedelt werden.

Bezirk will Versorgung der Patienten trotz Umzug sicherstellen

Im Bezirk möchte man über die genauen Details des laufenden und noch geplanten Umzugs genau informiert werden. So hat die Bezirksverordnetenversammlung gleich zu Beginn des Jahres einen Krankenhausbeirat mit Vertretern von Vivantes einberufen. Ziel dieser Zusammenkunft ist auch, die Versorgung der Menschen in den Gebieten rund um das Wenckebach-Klinikum trotz der Aufgabe des Standorts weiterhin zu gewährleisten.

Der Umzug hat natürlich auch wirtschaftliche Gründe. Der Klinik-Konzern Vivantes ist, wie viele andere Unternehmen der Pflegeversorgung, finanziell unter Druck und ist daher bemüht, Kosten einzusparen.

Die Zusammenlegung von zwei nah beieinander liegenden Klinik-Standorten und die Erhöhung der Effizienz bei der Patientenversorgung ist eine von mehreren Maßnahmen, die Vivantes in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht hat, um die hohen Kosten senken zu können. Und es werden mit hoher Warscheinlichkeit noch weitere folgen.

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Zukünftig soll es in Tempelhof-Schöneberg nur noch einen, zentralen Klinik-Standort geben. Das Auguste-Viktoria-Klinikum wird bis Ende der 2020er Jahre den gesamten Klinikbetrieb des Wenckebach-Klinikums übernehmen.

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