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Berlin-Mitte: Ensemble „Residenz am Deutschen Theater“ wird umgebaut

Das bekannte Gebäudeensemble „Residenz am Deutschen Theater“ in der Reinhardtstraße in Berlin-Mitte wurde vom Immobilienunternehmen CBRE Investment Management erworben. Die neuen Besitzer planen nun den Umbau zur Luxuswohnanlage.

Soll in eine reine, hochwertige Wohnanlage umgewandelt werden: Die „Residenz am Deutschen Theater“ in der Reinhardtstraße in Berlin-Mitte.

Text: Stephanie Engler
Fotos: Björn Leffler

 

Bei der „Residenz am Deutschen Theater“ handelt es sich um ein bisher gemischt genutztes Objekt an der Reinhardtstraße 27–31 in Berlin-Mitte – nur 500 Meter vom Deutschen Bundestag entfernt. Bekannt ist es hauptsächlich durch das repräsentative Tor, welches einst vor dem mittleren der drei Gebäude errichtet wurde.

Am Dienstag gab das Immobilienunternehmen CBRE Investment Management den Kauf des in der Nachwendezeit entstandenen Gebäudeensembles bekannt. Nach dessen Angaben verfüge das Objekt über eine vermietbare Nettofläche von mehr als 13.000 Quadratmetern, inklusive 152 Parkplätzen.

Prominente Wohngegend: „Residenz am Deutschen Theater“ wird umgebaut

Die vermietbare Fläche der Gebäude setze sich aus Wohn-, Büro-, Einzelhandels- und weiteren Flächen zusammen. Das Unternehmen will aus dem Gebäudekomplex ein reines Luxuswohnquartier machen, da es sich in bester Lage im Berliner Regierungsviertel befindet.

Sebastian Ehrhardt-Unmuessig, Transaktionsleiter bei CBRE Investment Management, gab bekannt, dass die Büroflächen „in gehobene Wohneinheiten umgewandelt werden, sodass hier im Zentrum Berlins eine Wohnanlage entsteht, die höchsten Ansprüchen gerecht wird.“

Reinhardtstraße: CBRE sieht großes Potenzial in der „Residenz“

Das Immobilienunternehmen hat laut Ehrhardt-Unmuessig mit dem Erwerb eine einzigartige Gelegenheit, das Engagement des Fonds auf dem deutschen Immobilienmarkt zu erhöhen. Zudem habe die Firma somit in ein Projekt investiert, welches über ein hohes Wertsteigerungspotenzial verfüge.

Trotz der jüngsten Marktturbulenzen ist Berlin für Investoren nach wie vor eine der attraktivsten Städte auf dem europäischen Markt“, so der Transaktionsleiter. Welche Verkaufssumme veranschlagt wurde und welche Umbaukosten erwartet werden, wurde jedoch nicht kommuniziert.

Veränderung von Nutzungskonzepten in Berlin nicht selten

Die Nutzungsumwandlung eines bestehenden Gebäudes ist grundsätzlich nichts außergewöhnliches. Bisher gehörten in Berlin vorwiegend Einzelhandelsobjekte zu den durchgeführten Umwandlungsprojekten wie etwa das ehemalige Galeria Warenhaus am Ostbahnhof in Friedrichshain, welches zu einem Büro- und Geschäftsgebäude umgebaut wurde.

Ein weiteres Umwandlungsprojekt wird in der Nürberger Straße in Berlin-Charlottenburg erwartet. Hier hat das Unternehmen Signa das ehemalige Hotel Ellington erworben, wird den Hotelbetrieb aber nicht fortführen. Kolportiert wird eine Nutzung als Warenhaus, zur Vergrößerung der Flächen des angrenzenden KaDeWe. Bestätigt ist dies bislang aber nicht.

Ein Anfang der 1970er-Jahre errichtete Kaufhaus an der Karl-Marx-Straße 101 in Neukölln ist ein weiteres Beispiel für ein aufwendiges Umbauprojekt. Das Immobilienunternehmen Maruhn Real Estate Investment GmbH wandelt das ehemalige Kaufhaus von Quelle, Sinnleffers und Karstadt derzeit in ein Bürogebäude mit einem völlig neuen und andersartigen Nutzungskonzept um, erhält dabei aber viele ursprüngliche Gebäudeteile. Der Name des Projekts ist „Kalle Neukölln“.

Berliner Markt für Wohn- und Gewerbeimmobilien weiterhin dynamisch

Sowohl der Markt für Büro- und Gewerbeimmobilien ist in Berlin weiterhin sehr dynamisch, aber auch die Preisentwicklung für Wohnimmobilien ist, verglichen mit anderen deutschen Städten, weiterhin stabil und damit auf einem latent hohen Niveau.

Beim Umwandlungsprojekt in der Reinhardtstraße setzt das Unternehmen CBRE vor allem auf die hohe, bereits bestehende Anzahl von Büro- und Arbeitsplätzen, die sich im Umfeld der Reinhardtstraße befinden. Neben zahlreichen Bundesinstitutionen, verschiedenen Ministerien und privaten Unternehmen befindet sich auch der Charité Campus Mitte in unmittelbarer Nähe der „Residenz am Deutschen Theater“. Grund genug offenbar, um auf das Thema Wohnimmobilie zu setzen. Potenzielle Bewohnerinnen und Bewohner arbeiten schon im direkten Umfeld.

 

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Quellen: CBRE, Berliner Morgenpost, ENTWICKLUNGSSTADT BERLIN

 

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