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Friedrichshain: Umbau des Kaufhofs am Ostbahnhof ist abgeschlossen

Das 1979 eröffnete Kaufhof-Gebäude an der nördlichen Seite des Ostbahnhofs ist in den vergangenen vier Jahren zu einem Bürogebäude umgebaut worden. Das von der Signa-Gruppe verantwortete Projekt begann Mitte 2017 und wurde in diesem Frühjahr abgeschlossen, ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant.

Das einstige Warenhaus ist in seiner jetzigen Form nicht mehr wiederzuerkennen. Die Kosten für den spektakulären Umbau belaufen sich auf 100 Millionen Euro. Ankermieter im Gebäude wird das Unternehmen Zalando werden, welches bereits mehrere Bürogebäude im Mercedes-Benz-Quartier nutzt.

Die Signa-Gruppe investierte 100 Millionen Euro in den Umbau

Auch im nahegelegenen Hochhaus “Stream” an der Warschauer Straße, derzeit noch im Bau, wird das Unternehmen einen Großteil der Flächen beziehen. Im nun am Ostbahnhof fertiggestellten Gebäude sollen zumindest im Erdgeschoss aber auch Einzelhandelsflächen entstehen, unter anderem sind eine Apotheke, ein Supermarkt und Gastronomieangebote geplant.

Der Neubau entstand nach Plänen des Büros Jasper Architects. Das Berliner Büro gewann 2016 den Architekturwettbewerb. Dieser hatte zum Ziel, den massiven und in die Jahre gekommenen, quadratischen Baukörper in nutzbare Büroräume umzuwandeln.

Zalando wird Ankermieter im neuen Gebäude

Um die monolithische Geometrie aufzulockern und mehr Licht hineinzulassen, ließen die Architekten dreieckige Prismen auf jeder Gebäudeseite herausschneiden. Zudem wurden zwei zusätzliche Etagen auf das Gebäude gesetzt.

Nicht nur das Signa-Projekt wird das Bild am Ostbahnhof zukünftig verändern. Ein weiteres Bauvorhaben ist die Sanierung und Modernisierung des historischen Julius-Pintsch-Gebäudes an der Andreasstraße, nur wenige Meter vom Signa-Neubau entfernt.

Sanierung des Julius-Pintsch-Gebäudes kommt gut voran

Das architektonisch imposante, fünfgeschossige Gebäude ist typisch für die Berliner Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts und steht unter Denkmalschutz.

Hier hatte die Berliner Firma Julius Pintsch ihren Geschäftssitz und ebenfalls ihre zentrale Produktionsstätte. Der Familienbetrieb lieferte unter anderem die Gasbeleuchtung für Eisenbahnen und Lokomotiven und konnte so von einem kleinen Familienbetrieb zu einem bedeutenden, deutschen Industrieunternehmen aufsteigen.

Umwandlung in ein Büro- und Geschäftshaus

Nach jahrzehntelangem Leerstand wird das Gebäude derzeit umgebaut und umfassend modernisiert. Das historische Gebäude  wird in ein Büro- und Geschäftshaus umgewandelt.

Mittlerweile abgeschlossen ist die Sanierung der Fassadenseite an der Andreasstraße. Im Inneren des Gebäudes sind die Arbeiten noch voll im Gange. Bis 2022 sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden. Über die zukünftigen Mieter im Gebäude ist bislang nichts bekannt.

Welche Projekte im benachbarten Mercedes-Benz-Quartier umgesetzt werden, könnt Ihr hier sehen. 
Am Alexanderplatz realisiert die Signa-Gruppe ein weiteres Bauprojekt. Mehr dazu könnt Ihr hier lesen.
Mit dem “Wriezener Karree” entsteht unmittelbar am Ostbanhnhof ein weiteres, spannendes Neubauprojekt.

 

Von Glas dominiert: Die moderne Fassade des umgebauten, ehemaligen Kaufhof-Gebäudes

Auf das ursprüngliche Gebäude wurden zwei zusätzliche Etagen draufgesetzt. Zudem wurden dreieckige Prismen auf allen Seiten “herausgeschnitten”, um mehr Licht in das Gebäude

Architektonischer Gegensatz zum Signa-Neubau: Die restaurierte, historische Fassade des Julius-Pintsch-Hauses

 

Opened in 1979, the Kaufhof building on the northern side of Ostbahnhof has been converted into an office building over the past four years. The project, for which the Signa Group is responsible, began in mid-2017 and was completed this spring, half a year later than originally planned.

The former department store is unrecognizable in its current form. The cost of the spectacular conversion amounts to 100 million euros. The anchor tenant in the building will be Zalando, which already uses several office buildings in the Mercedes-Benz Quarter.

THE SIGNA GROUP INVESTED 100 MILLION EUROS IN THE CONVERSION PROJECT

The company will also occupy a large part of the space in the nearby “Stream” high-rise on Warschauer Strasse, currently still under construction. The building, which has now been completed at Ostbahnhof, will also have retail space, at least on the first floor, including a pharmacy, a supermarket and food outlets.

The new building was designed by Jasper Architects. The Berlin-based firm won the architectural competition in 2016. The aim of the competition was to convert the massive and aging square building into usable office space.

ZALANDO BECOMES ANCHOR TENANT IN THE NEW BUILDING

To break up the monolithic geometry and let in more light, the architects had triangular prisms cut out on each side of the building. Two additional floors were also added to the building.

The Signa project is not the only thing that will change the image of Ostbahnhof in the future. Another construction project is the renovation and modernization of the historic Julius Pintsch building on Andreasstraße, just a few meters away from the new Signa building.

RENOVATION OF THE JULIUS PINTSCH BUILDING MAKING GOOD PROGRESS

The architecturally imposing, five-story building is typical of Berlin’s 19th century industrial architecture and is a listed building.

This is where the Berlin company Julius Pintsch had its headquarters and also its central production facility. The family business supplied gas lighting for railroads and locomotives, among other things, and was thus able to rise from a small family business to an important German industrial enterprise.

CONVERSION INTO AN OFFICE AND COMMERCIAL BUILDING

After decades of vacancy, the building is currently being converted and extensively modernized. The historic building is being converted into an office and commercial building.

In the meantime, the renovation of the facade on Andreasstraße has been completed. Inside the building, work is still in full swing. The refurbishment work is expected to be completed by 2022. Nothing is known yet about the future tenants in the building.

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