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Die “Urbane Mitte” wird Berlins spannendstes Hochhausprojekt

Bis 2025/2026 sollen sieben neue Gebäude direkt im Park am Gleisdreieck errichtet werden. Auf einem spitz zulaufenden Areal, welches von den Grünflächen der riesigen Parkanlage umschlossen wird und auf dem heute noch die Brauerei “Brlo” und das Pionierprojekt “B-Part” untergebracht sind, werden in den kommenden sechs Jahren sieben neue Gebäude entstehen.

“Urbane Mitte am Gleisdreieck”: Entwurf von O&O setzt sich durch

Das Projekt trägt den Namen “Urbane Mitte am Gleisdreieck”. Der Siegerentwurf des prestigeträchtigen Architekturwettbewerbs konnte sich das Berliner Büro O&O Baukunst sichern, allerdings erst im zweiten Anlauf.  Für die Bebauung hatte die Projektgesellschaft COPRO 2015 einen zweiphasigen Wettbewerb ausgelobt, bei dem O&O Baukunst und das Büro Cobe Berlin jeweils mit dem 1. Preis prämiert worden waren. Nach einer weiteren Überarbeitung erhielt schließlich der Entwurf des Büros O&O den endgültigen Zuschlag.

Sieben kleinere und größere Hochhäuser entstehen auf dem Areal

Die geplante Entwicklung des Areals, dem ein Beteiligungsverfahren mit Bürger- und Fachwerkstätten vorausgegangen war, sieht die Errichtung von sieben Hochhäusern mit einer Höhe von 25 bis 90 Metern vor. Die geplanten Häuser werden sich im Norden um die U-Bahn-Station Gleisdreieck gruppieren und sich südlich entlang der S-Bahn-Linie erstrecken.

Aufgrund der zu erwartenden Lärmbelästigung an diesem viel befahrenen Bahnverkehrsknoten ist eine fast ausschließlich gewerbliche Nutzung vorgesehen. Eine Entlastung ist also nur für den Büro-, nicht aber den Wohnungsmarkt zu erwarten.

Mischnutzung ist geplant – aber kein Wohnraum

Geplant ist trotz der fehlenden Wohnungen eine Mischnutzung, welches neben Büroflächen ein breites Sport-, Freizeit- und Kulturangebot vorsieht. Profitieren wird das neue Areal natürlich vom äußerst beliebten Park am Gleisdreieck. Dessen Wiesen und Spielplätze werden auch im Schatten der Türme mit hoher Wahrscheinlichkeit ein beliebter Treffpunkt bleiben.

Die Größe des gesamten Baufeldes beträgt knapp 32.000 Quadratmeter. Hier sollen ca. 119.000 Quadratmeter oberirdische Geschossfläche entstehen. Hinzu kommen 8.000 Quadratmeter, die schon heute in den historischen U-Bahn-Viadukten vorhanden sind.

Raum für 3.000 Arbeitsplätze

Zukünftig sollen rund 3.000 Leute in den sieben Gebäuden arbeiten und die “Urbane Mitte” beleben. Die Einbeziehung der urbanen Verkehrsdichte ist ein ganz zentraler Punkt im Entwurf von O&O Baukunst. Daher werden Ausrichtung, Struktur und Fassadengestaltung der zukünftigen Häuser so konzipiert, dass der intensive Bahnverkehr auf Brücken und im Tunnel nicht verdrängt, sondern erfahrbar gemacht wird.

Brückenschlag zwischen Historie und Moderne

Zudem werden die neuen Gebäude den bestehenden, historischen Gebäuden, Brücken und Bahnhöfen gestalterisch angeglichen. Architektonisch soll so die Brücke vom historischen Baubestand zum modernen Arbeits-, Kultur- und Freizeitviertel geschlagen werden.

Das Projekt “Urbane Mitte” wird in direkter Nachbarschaft zum Potsdamer Platz entstehen und hat das Zeug dazu, seinen berühmten Nachbarn eines Tages zu überflügeln. Es wird spannend zu beobachten sein, ob sich diese beiden Stadträume gegenseitig beflügeln oder kannibalisieren werden.

Grafiken/Visualisierung: © finest images / O&O Baukunst

 

 

By 2025/2026, seven new buildings are to be constructed directly in the park at Gleisdreieck. Seven new buildings will be erected in the next six years on a tapered area surrounded by the green spaces of the huge park, which still houses the “Brlo” brewery and the pioneer project “B-Part”.

“URBANe mitte am gleisdreieck”: DESIGN BY O&O PREVAILS

The project is called “Urbane Mitte am Gleisdreieck”. The winning design of this prestigious architectural competition was won by the Berlin-based firm O&O Baukunst, but only at the second attempt.  The project company COPRO 2015 had announced a two-phase competition for the development, in which O&O Baukunst and the Cobe Berlin office were each awarded first prize. After further revision, the design by O&O was finally awarded the final contract.

SEVEN SMALLER AND LARGER SKYSCRAPERS TO BE BUILT ON THE SITE

The planned development of the area, which was preceded by a participation procedure with citizens’ and specialist workshops, envisages the construction of seven high-rise buildings with a height of 25 to 90 metres. The planned buildings will be grouped around the Gleisdreieck subway station in the north and extend along the S-Bahn line in the south.

Due to the noise pollution to be expected at this busy railway junction, the buildings will be used almost exclusively for commercial purposes. A relief is therefore only to be expected for the office market, but not for the residential market.

MIXED USE IS PLANNED – BUT NO RESIDENTIAL SPACE

Despite the lack of apartments, a mixed use is planned, which will include office space as well as a wide range of sports, leisure and cultural activities. The new area will naturally benefit from the extremely popular park at Gleisdreieck. Its meadows and playgrounds will most likely remain a popular meeting place even in the shadow of the towers.

The size of the entire construction site is just under 32,000 square metres. Approximately 119,000 square meters of above-ground floor space are to be created here. In addition, there are 8,000 square meters, which are already available in the historic underground viaducts.

SPACE FOR 3,000 WORKPLACES

In the future, around 3,000 people are to work in the seven buildings and enliven the “Urbane Mitte”. The inclusion of urban traffic density is a central point in the design of O&O Baukunst. For this reason, the orientation, structure and façade design of the future buildings will be conceived in such a way that the intense rail traffic on bridges and in tunnels will not be displaced, but rather made tangible.

BUILDING BRIDGES BETWEEN HISTORY AND MODERNITY

In addition, the new buildings will be designed to match the existing historic buildings, bridges and railway stations. Architecturally, the aim is to bridge the gap between the historic buildings and the modern work, cultural and leisure district.

The “Urban Center” project will be built in the immediate vicinity of Potsdamer Platz and has what it takes to outstrip its famous neighbour one day. It will be exciting to see whether these two urban spaces will inspire or cannibalize each other.

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