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Projekt „GoWest“ in Wilmersdorf: Aushub der Baugrube beginnt 2022

Im Berliner Stadtteil Schmargendorf im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf entsteht mit dem Projekt „GoWest“ das größte Gewerbehöfequartier Berlins. Nach umfangreichen Räumungsarbeiten auf dem ehemaligen Industrieareal beginnt in diesem Jahr der Aushub der Baugrube.

Das Gewerbeprojekt „GoWest“ soll auf einem ehemals industriell genutzten Areal an der Wilmersdorfer Forckenbeckstraße entstehen.

© Visualisierungen: DIE WOHNKOMPANIE Berlin GmbH & Co. KG / Christoph Pohl Architekten

 

Die Pläne, die das Unternehmen DIE WOHNKOMPANIE Berlin GmbH & Co. KG derzeit im Berliner Südwesten umsetzt, dürfen ohne Übertreibung als ambitioniert bezeichnet werden. Auf einer Fläche, die größer ist als der Potsdamer Platz, entsteht seit dem Frühjahr 2019 ein raumgreifendes Gewerbeprojekt mit dem Namen „GoWest“.

Die Projektplanung sieht die Sanierung und Modernisierung eines Teils der bestehenden Gebäude vor, der Großteil der alten Industrie- und Fertigungsanlagen wurde jedoch abgerissen und durch Neubauten ersetzt.

Einst wurden auf dem Gelände 16 Milliarden Zigaretten pro Jahr produziert

Die meisten der dort befindlichen Gebäude waren in den 1950er und 1960er Jahren errichtet worden. Vor deren Schließung vor rund zehn Jahren wurden dort jährlich 16 Milliarden Zigaretten produziert. Die Zukunft wird jedoch vollkommen anders aussehen.

Das Areal soll zukünftig vielfältig genutzt werden. Neben Büros sind Gewerbeflächen für Dienstleister und das Handwerk vorgesehen. Gastronomische und kulturelle Nutzungen sind genauso geplant wie ein bis zwei Hotels. Auch ein wöchentlicher Markt auf dem Areal ist angedacht.

13 neue Gebäude sollen im Zuge des Projekts entstehen

Konkret sehen die Pläne eine rund 185.000 Quadratmeter große Gewerbefläche vor, die sich auf insgesamt 13 Gebäude verteilen wird. Auf dem Gelände soll unter anderem ein Handwerkerhof in Blockstruktur entstehen, ganz nach dem Vorbild der historischen Berliner Gewerbehöfe.

Auch Labore und ein Rechenzentrum sollen auf dem neuen Gelände ansässig werden, welches zukünftig Platz für rund 10.000 Arbeitsplätze bieten soll. Wohnungen sind auf dem Areal nicht geplant, denn die Fläche ist für die reine Gewerbenutzung ausgewiesen. Zudem befindet sich in direkter Nachbarschaft das neu errichtete Wohnquartier „Maximilian Quartier“.

Ein Stadtplatz mit Markt, Kino und Theaterbühne soll entstehen

Die Bewohnerinnen und Bewohner des „Maximilian Quartiers“ sind im zukünftigen „GoWest“ natürlich willkommene Gäste. Mittelpunkt des neuen Gewerbequartiers wird ein Stadtplatz mit Kino und Theaterbühne sein, die von der bereits ansässigen Filmschauspielschule Berlin betrieben werden soll. Der Platz soll zudem mit kleinen Läden, Restaurants und Cafés belebt werden.

Auf den Dachflächen der neuen Gebäude sollen zukünftig Kräuter und Gemüse angebaut werden. Dafür wird eine Erdschicht von 60 Zentimetern Höhe auf mindestens 15.000 Quadratmetern Dachflächen aufgebracht, um hier „Urban Farming“ betreiben zu können. Für die Bewässerung von Salat und Gemüse soll das Regenwasser auf den Dächern aufgefangen werden.

„Urban Farming“ und Solaranlagen auf den Dächern der Gebäude

Auch Photovoltaikanlagen auf den Dächern sind vorgesehen. Der gesamte Verkehr soll unter dem Quartier hindurch geleitet werden, auch der Lieferverkehr. Die entsprechende Infrastruktur samt Tiefgarage wird während des Baus geschaffen.

Noch in diesem Jahr soll der erste Spatenstich für das Projekt erfolgen. Mit der Fertigstellung wird bis Ende 2028 gerechnet, rund eine Milliarde Euro wird in das Langzeitprojekt investiert.

Der Aushub der ersten Baugrube soll noch in diesem Jahr erfolgen

In den vergangenen Monaten wurde eine beträchtliche Menge Material und Baurückstände vom Gelände transportiert, darunter knapp 70.000 Tonnen Beton, knapp drei Tonnen Schrott und fast zehn Tonnen Bauschutt. Die Arbeit soll sich lohnen. Zukünftig soll das Gelände, welches in den vergangenen Jahrzehnten hermetisch abgeriegelt war, für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Durch die Verlagerung des Verkehrs unter die Erde soll die Aufenthaltsqualität auf dem Gelände umso höher sein. Anwohner und Nutzer des Quartiers können das Gelände von der Forckenbeckstraße zur Mecklenburgischen Straße somit zu Fuß oder per Rad durchqueren und profitieren von kürzeren Wegen.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

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