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Quartier „Stadtgut Hellersdorf“: GESOBAU errichtet 1.500 Wohnungen

Das landeseigene Wohnungsbauunternehmen GESOBAU plant in Marzahn-Hellersdorf den Bau von insgesamt 1.500 neuen Wohnungen. Auf insgesamt sieben Baufeldern soll das Quartier „Stadtgut Hellersdorf“ entstehen.

Im Rohbau fertig: Für 448 der zukünftig 1.500 Wohnungen feierte die GESOBAU in der vergangenen Woche Richtfest.

© Fotos: GESOBAU / Thomas Bruns

 

Auf insgesamt sieben Bauflächen sollen mit dem Quartier „Stadtgut Hellersdorf“ bis 2023 rund 1.500 neue Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten entstehen. So ist jedenfalls der Plan des Berliner Senats und der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU.

Das Quartier soll im Stadtteil Alt-Hellersdorf zwischen Libertypark, Kastanienallee, Zossener Straße und der Alten Hellersdorfer Straße gebaut werden. Entstehen soll dabei jedoch kein reines Wohnviertel. Neben Wohnhäusern sollen auch Flächen für Kultur, Bildungsangebote sowie Gewerbe und Gastronomie entstehen.

Ein gemischtes Quartier soll rund um den historischen Dorfkern entstehen

Das Quartier soll rund um den historischen Dorfkern entstehen. Erklärtes Ziel der GESOBAU sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ist die Errichtung eines lebendigen, gemischten Wohnquartiers zu sozialverträglichen Mieten für breite Schichten der Bevölkerung. Auch Studierende und Seniorinnen und Senioren sollen auf dem Gelände ihren Platz finden.

Die neue Wohnbebauung soll sich  an der bestehenden Baustruktur orientieren. Neue Wegeverbindungen und Straßen sollen das zukünftige Wohngebiet mit der Umgebung verbinden und die Erreichbarkeit auch zum Stadtteilzentrum „Helle Mitte“ gerade für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radfahrende verbessern. Zudem ist geplant, im gesamten Planungsgebiet öffentliche Plätze zu errichten oder bestehende Plätze zu erneuern.

Historische Gebäude sollen in die Neuplanung einbezogen werden

Auch der bestehende, historische Teil des Stadtgutes soll im Rahmen des Bauprojektes bewahrt werden: Die denkmalgeschützten Gebäude des Gutes sowie die historische Wohnbebauung werden entsprechend saniert und sollen zukünftig für Gewerbe, Gastronomie und Kultur zur Verfügung stehen.

Um den aktuellen, hohen Grünanteil des Gebietes zu bewahren, sollen im gesamten Entwicklungsgebiet rund um das Stadtgut  private sowie öffentliche Grün- und Freiflächen geschaffen werden, unter anderem auch ein Stadtpark und viele Spielplätze.

Richtfest für die ersten 448 Wohnungen

Das „Stadtgut Hellersdorf“ bildet die historische Mitte des mittelalterlichen „Dorf Hellersdorf“, welches gleichzeitig Namensgeber des ehemaligen Bezirks Hellersdorf war. Während das Dorf aus dem 14. Jahrhundert nur wenige Jahre bewohnt wurde, befanden sich die Wohn- und Wirtschaftsgebäude auf dem Gut Hellersdorf regelmäßig in Benutzung.

Noch heute sind einzelne Gewerbetreibende auf dem Stadtgut aktiv, an das sich ein Wohngebiet aus den 1950er- und 1960er-Jahren anschließt. Seit 1993 ist das Gut Hellersdorf Bestandteil der Berliner Denkmalliste.

Dass die GESOBAU das ambitionierte Quartier nicht nur plant, sondern bereits umsetzt, zeigt allein das Richtfest für die ersten 448 Wohneinheiten, welches in der vergangenen Woche stattgefunden hat. Im Beisein von Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel und Bezirksbürgermeistern Gordon Lemm wurde die Fertigstellung der ersten Rohbauten gefeiert, die ab dem Frühjahr 2023 bezogen werden können.

Dreizehn neue Wohngebäude werden derzeit gebaut

Die insgesamt dreizehn Wohngebäude, die in diesem ersten Bauabschnitt entstehen, umfassen vorwiegend Zwei- und Vier-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnflächen reichen von 31 bis 110 Quadratmetern. Rund ein Drittel des Wohnraums soll nach GESOBAU-Angaben als geförderter Wohnraum zu einer Nettokaltmiete ab 6,50 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Das Studierendenwohnhaus wird mit zehn Wohngemeinschaften und insgesamt 30 Ein-Zimmer-Wohnungen Platz zum Leben und Lernen für bis zu 84 Bewohnerinnen und Bewohner bieten. Zusätzlich sollen auf allen Stockwerken Gemeinschaftsflächen für gemeinsame Aktivitäten und den Austausch mit den anderen Studierenden entstehen.

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