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Friedrichshain: Gymnasium-Neubau auf Parkplatz am Ostbahnhof

Auf einem alten Parkplatz am Ostbahnhof soll bis 2026 der Neubau des Heinrich-Hertz-Gymnasiums entstehen. Siegreich war der Entwurf des Büros AFF Architekten. Es entstehen Flächen für knapp 800 Schülerinnen und Schüler.

Neubau eines Gymnasiums: Nach Plänen von AFF Architekten entsteht nördlich des Ostbahnhofs ein neues Schulgebäude für 784 Schülerinnen und Schüler.

© Visualisierungen: AFF Architekten

 

Das Quartier rund um den Berliner Ostbahnhof in Friedrichshain beschäftigt uns auch heute. Während wir gestern über die laufende Neugestaltung des Franz-Mehring-Platzes berichtet haben, geht es heute um eine Nachverdichtung, die auf einem alten Parkplatz realisiert wird.

Entstehen werden aber keine Wohnungen, sondern ein neues, modernes Gymnasium. Bauherr des Projekts ist die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE, die mit der Gemeinschaftsschule in Adlershof und einem weiteren Gymnasium-Neubau im Wedding zwei weitere Schulbauprojekte in Berlin verantwortet.

Bis Ende 2026 soll Neubau des Heinrich-Hertz-Gymnasiums entstehen

Am Ostbahnhof will die HOWOGE nun bis Ende 2026 ein neues Haus für das Heinrich-Hertz-Gymnasium errichten, der Siegerentwurf für die neue Schule steht nun fest. Dieser stammt vom Büro AFF Architekten und ist in Zusammenarbeit mit  dem Büro Pola Landschaftsarchitekten entstanden.

784 Schülerinnen und Schüler sollen zum Schuljahr 2026/2027 in den Neubau umziehen, der auf einem alten Parkplatz am Ostbahnhof zwischen der Langen Straße und der Müncheberger Straße entstehen soll. Damit wird sich der Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft zum ebenfalls in diesem Bereich geplanten, neuen Familien- und Bildungszentrum befinden.

Bisheriges Schulgebäude soll zur Grundschule umgebaut werden

Bislang befindet sich das Heinrich-Hertz-Gymnasium an der Rigaer Straße im Samariterviertel. Der geplante Neubau soll zukünftig rund 200 Schülerinnen und Schüler mehr aufnehmen können, als es der bisherige Schulbau kann.

Dieser soll nach erfolgtem Umzug dann in eine Grundschule umgebaut werden, um auch hier zusätzliche Schulkapazitäten im Bezirk zu schaffen. Die neue Schule kostet rund 51 Millionen Euro, Auftraggeber ist der Berliner Senat, dem auch die Parkplatzfläche gehört, auf welcher der Neubau entstehen wird.

Staffelbau mit Dachterrasse als „grünes Klassenzimmer“

Nach dem Entwurf von AFF Architkten wird die neue Schule als Staffelbau mit Nutzung der Dachflächen als sogenanntes „grünes Klassenzimmer“ entstehen. Erreichbar wird das Gebäude künftig von der Langen Straße aus sein, über einen kleinen Vorplatz mit Spiel- und Erholungsmöglichkeiten.

Eine Pergola und Zaunelemente sollen das Schulgrundstück von der Straße abtrennen. Im Inneren ist ein weitläufiges, helles Foyer geplant. Das kann beispielsweise als Mensa, Mehrzweck- und Musikbereich genutzt werden. Auch die Schulverwaltung wird künftig im Erdgeschoss nahe dem Haupteingang sitzen.

Zentrale Treppe als Herz des Gebäudeensembles

Vom Foyer aus kommen die Schüler und Lehrer zukünftig hinaus auf den Schulhof oder auf die zentrale Schultreppe, die ins Herz des Hauses führt. Auf Wunsch der Schulgemeinschaft wird die Treppe als Treffpunkt im täglichen Auf und Ab gestaltet.

In den Obergeschossen werden die sogenannten Compartments untergebracht. Nach dem neuen Berliner Lernhauskonzept funktioniert ein Compartment wie eine kleine Schule in der großen Schule. Unterrichtsräume und ein Teambereich für die Lehrer gruppieren sich um ein zentrales Forum herum, das als gemeinschaftliche Lern- und Aufenthaltsfläche in den Pausen dienen soll.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

So soll das neue Heinrich-Hertz-Gymnasium in Friedrichshain in rund vier Jahren von innen aussehen. Der Neubau entsteht auf einem alten Parkplatz.

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