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In Schöneberg ist das „Stadtquartier Südkreuz“ entstanden

Das Immobilienunternehmen Hines hat in Berlin-Schöneberg das „Stadtquartier Südkreuz“ realisiert. Dabei sind 664 Wohneinheiten für rund 1.200 Menschen entstanden.

664 Mietwohnungen sind zwischen den Bahnhöfen Südkreuz und Schöneberg entstanden, errichtet vom US-Immobilienunternehmen Hines.

© Fotos: Kinzo Architekten GmbH

 

Zwischen den Bahnhöfen Südkreuz und Schöneberg, am Tempelhofer Weg im Berliner Stadtteil Schöneberg, ist in den vergangenen Jahren das vom US-Immobilienunternehmen Hines entwickelte Wohnviertel „Stadtquartier Südkreuz“ entstanden.

Dabei wurden 664 Wohnungen für rund 1.200 Menschen errichtet. Hines arbeitete im Rahmen des Projekts mit zahlreichen PropTech- und Partnerunternehmen zusammen, um das angestrebte Ziel zu erreichen, ein generationsübergreifendes Zukunftsquartier zu schaffen, in dem die Interaktivität zwischen den Bewohner*innen gefördert wird.

Ziel des Projekts: Neue Maßstäbe im Wohnungsbau

Eines der beteiligten Partnerunternehmen war die in Berlin ansässige Kinzo Architekten GmbH, die uns freundlicherweise auch die Visualisierungen für den Artikel zur Verfügung gestellt hat. Das designorientierte Architekturbüro wurde damit beauftragt, die einzelnen Flächen zu konzipieren und sie funktional als auch architektonisch optimal zu kombinieren.

Neben der dringend benötigten Schaffung von innerstädtischem Wohnraum sollten beim Bau des Quartiers also auch neue Maßstäbe im Wohnungsbau gesetzt werden. Insgesamt zehn Wohngebäude sind entstanden.

Sämtliche Wohnungen werden als Mietwohnungen angeboten

Sämtliche Wohnungen werden als Mietwohnungen angeboten, die Nachfrage ist entsprechend hoch. Darunter sind 116 Sozialwohnungen und 213 Mikroapartments für Student*innen. Laut Hines liegt der Quadratmeterpreis für die sozial geförderten Wohnungen bei sechs Euro für Mieter*innen mit einem Wohnberechtigungsschein (WBS).

Die frei verfügbaren Wohnungen wurden für das mittlere bis gehobene Mietsegment konzipiert, was laut Berliner Mietspiegel (2020) derzeit Preise von bis zu 17 Euro pro Quadratmeter bedeuten.

Gemeinschaftlicher Grundcharakter des Quartiers

Was das neue Stadtviertel vor allem herausstechen lässt, ist der gemeinschaftliche Grundgedanke, der sich durch die gesamte, neu entstandene Anlage zieht. Dazu gehören Einrichtungen wie der begrünte Innenhof mit einem Pavillon für Veranstaltungen, ein Spielplatz und ein Fitness-Studio, eine Fahrradwerkstatt, eine Paketstation, ein Musikzimmer und eine Dachterrasse für alle.

Zudem soll eine Kita mit voraussichtlich 72 Plätzen entstehen. Auch Co-Working-Flächen, ein Sharing-Angebot für E-Autos und -Fahrräder sowie Stellplätze für über 1.000 Fahrräder sind Teil des Bauprojekts.

Abwechslungsreiches, ästhetisches Gesamtkonzept wurde angestrebt

Auch architektonisch sollte ein ästhetisches Gesamtkonzept entwickelt werden, was den zukünftigen Bewohner*innen eine abwechslungsreiche Quartiersgestaltung anbieten soll. Insbesondere durch Variationen in den Fassadenelementen der jeweiligen Häuser sollte dies erreicht werden.

Verantwortlich dafür war das Leipziger Architekturbüro Fuchshuber, welches in Berlin-Mitte auch für die Restaurierung und Erweiterung des ehemaligen Kaufhauses Hertzog verantwortlich ist. Auch das umstrittene Wohnungsprojekt „Embassy of Exchange“ am Holocaust Mahnmal geht auf das Konto der Leipziger Architekten.

Hines strebt ein weiteres Projekt am Alexanderplatz an

Das in Schöneberg entstandene Projekt wird als weit weniger kontrovers angesehen und ist in einer der begehrtesten Wohnlagen der Hauptstadt entstanden. Konzeption und Ausführung könnten Vorbildcharakter für zukünftige Wohnprojekte in Berlin haben.

Das US-Immobilienunternehmen Hines möchte in Berlin noch ein weiteres Projekt realisieren, ein 150-Meter-Hochhaus am Alexanderplatz. Derzeit laufen allerdings noch Gespräche mit dem Berliner Senat über die tatsächliche Höhe des vieldiskutierten Hochhausprojekts.

Wie das Quartier entstanden ist, könnt Ihr hier in einer Zeitraffer-Darstellung sehen:

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